Das Paradiesgärtlein

Ein Ausflug in die Kunstgeschichte

 

 

Kunst nach Hause geholt - ein virtueller Museumsbesuch auf Youtube: Die Wahl fiel auf eine besonders liebenswerte Darstellung von Maria und dem Kleinkind Jesus: Es ist das von einem unbekannten Meister vom Oberrhein zwischen 1410 und 1420 gemalte "Paradiesgärtlein", das seinen Weg über einen Frankfurter Konditormeister ins Städel Museum in Frankfurt/Main nahm. 

 

Paradiesgärtlein, Oberrheinischer Meister, 1410/1420, Mischtechnik auf Eichenholz, 26,3 x 33,4 cm

 

Bemerkenswert ist, dass bei dem "Paradiesgärtlein" nicht nur die abgebildeten Personen und ihr Aufenthaltsort malerisch beschrieben werden. Vielmehr rücken die vermeintlich unscheinbaren Blütenpflanzen in den Bereich des Betrachters. Mit den Blütenpflanzen öffneten sich in der Kunst nach langer Zeit starrer Vorgaben die Türen für die Natur. Die Blütenpflanzen stecken nicht nur voller Symbolgehalt, sondern wirken in einer fiktiven "Bildwelt" als Schutz- und Heilpflanzen, wenngleich nach wie vor christlich-religiöse Aspekte bestimmend bleiben.

 

Das "Paradiesgärtlein"  wird in einem kleinen Exkurs - einem Dialog von Fragen und Antworten - und der abschließenden Frage "Was macht ein Drachen im "Paradiesgärtlein"?" besprochen. Eigentlich sollte es ein Life-Vortrag werden. Der etwa 10-minüte Kurzvortrag wurde im Internet (Youtube) von der Wiesbadener freien Kunstschule ins Netz gestellt hat. Sprecher sind Arco Tietze (Fragen) und Gesilla Tietze (Antworttexte).